Pflanzen mit diuretisch wirksamen Inhaltsstoffen

Ebenso wie auf chemischen Wirkstoffen beruhende Diuretika (wie etwa Schleifendiuretika, Thiaziddiuretika oder kaliumsparende Diuretika) entfalten auch verschiedene, aus Pflanzen gewonnene Substanzen, diuretische Wirkung. Zu den entsprechenden Pflanzen zählen unter anderem Löwenzahn, Birke oder Orthosiphon.

Löwenzahn

Der Löwenzahn ist eine Pflanze, die vornehmlich auf der nördlichen Erdhalbkugel vorzufinden ist. Obwohl der Löwenzahn von vielen Menschen als Unkraut angesehen wird, weist das krautige Gewächs aus der Familie der Korbblütler bei einer möglichen Wuchshöhe von bis zu 30 Zentimetern ein breites gesundheitsförderndes Spektrum auf.

Wirkstoffe aus der Pflanze des Löwenzahns werden zu diuretischen Zwecken eingesetzt.

Wirkstoffe aus der Pflanze des Löwenzahns werden zu diuretischen Zwecken eingesetzt.

Werden Wirkstoffe aus Pflanzen des Löwenzahns zu diuretischem Zweck eingesetzt, gehen hiermit verschiedene Vorteile einher. Anders als auf synthetischer Basis vorliegende Diuretika führen Wirkstoffe der Pflanzen beispielsweise nicht zu der Ausschwemmung von Mineralien – vielmehr ist der Löwenzahn in der Lage, dem Körper zusätzliche Mineralstoffe zuzuführen.
Zwecks diuretischer Wirkung kann der Löwenzahn auf verschiedene Weise verabreicht werden. So eignen sich beispielsweise Tees oder Extrakte aus der Löwenzahnwurzel sowie Frischpflanzensäfte.

Birkenblätter

Auch die Birke zählt zu den Pflanzen, deren Inhaltsstoffe beim Menschen einen diuretischen Effekt hervorrufen können. Obgleich in der Naturheilkunde auch der Saft des Baumes verwendet wird, kommen zur Erzielung einer diuretischen Wirkung vornehmlich die Blätter der Birke zum Einsatz. Wirkstoffe der Blätter dienen unter anderem der naturheilkundlichen Behandlung von Funktionsschwächen der Niere, Nierensteinen oder Ödemen.

Sogenannte Durchspülungstherapien können etwa bei bakteriell bedingten und mit Entzündungsprozessen einhergehenden Harnwegsinfektionen eine lindernde Wirkung erzielen.
Eine Verabreichung der diuretisch wirksamen Bestandteile von Birkenblättern ist in Form von Tees, Säften und Kapseln möglich.

Orthosiphonblätter

Der auch als Katzenbart bezeichnete Orthosiphon ist vor allem in Afrika, Asien und Australien beheimatet. Die Pflanzen weisen eine krautige Struktur auf und wachsen auch in Form von Halbsträuchern. Die zu diuretischen Zwecken zum Einsatz kommenden Laubblätter des Orthosiphons weisen eine gezähnte Form auf.

Die Naturheilkunde nutzt Orthosiphonblätter beispielsweise zur Durchspülungstherapie bei vorliegenden Infektionen der Harnwege (zu denen etwa die Blasenentzündung zählt).

Die diuretischen Wirkstoffe der Orthosiphonblätter werden durch den Menschen vor allem mithilfe von Tees bzw. Aufgüssen aufgenommen. So sind die Blätter der Pflanzen beispielsweise in Blasen- und Nierentees, wie dem Indischen Nierentee enthalten. Vor deren Zubereitung werden die Laubblätter der Orthosiphonpflanze in der Regel zunächst getrocknet und im Anschluss zerkleinert.

Zur Behandlung eingesetzte individuelle Tagesdosen unterscheiden sich in Abhängigkeit von Patient und Beschwerdelage. Als ungefähre Richtlinie geben Naturheilkundler eine entsprechende Tagesdosis von 6 – 12 Gramm an. Neben der Wirkstoffaufnahme über Tees aus Blättern der Pflanzen können die diuretisch wirksamen Substanzen der Orthosiphonblätter dem Organismus auch in Form von Dragees zugeführt werden.